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Die Würde vieler Menschen, die Hilfe in einer Therapie suchen, ist beschädigt. Die Würde  vieler Menschen wird allzu oft auch in therapeutischen Beziehungen verletzt oder ignoriert, in psychotherapeutischen Praxen, in Altenheimen, in Kliniken und anderswo. Dies geschieht durch Gewalt und Missbrauch, häufiger aber noch durch stille Gewalt, Ignoranz und Überheblichkeit, Kälte und Verweigerung lebendigen Kontakts.

Dem gilt es, eine therapeutische Haltung und therapeutische Methoden entgegenzusetzen, die die Würde der Klient/innen achten. Dies erfordert vor allem,

  • dass ihre Würde zum Thema gemacht wird,
  • dass ihre Kompetenzen geachtet werden,
  • dass ihre Grenzen respektiert werden,
  • dass ihre Kreativität, ihre Lebendigkeit, ihre Ressourcen gefördert werden,
  • dass sie ernst genommen werden und aufrichtige Echos auf ihre Fragen und Wünsche erhalten,
  • dass Therapeut/innen um ihre Macht wissen und durch Eigentherapie und Supervision einem Missbrauch dieser Macht entgegenwirken.

Eine an Würde orientierte Therapie braucht Forschung, die untersucht, welche Methoden sich bewähren, um die Lebendigkeit und Kreativität der Erkrankten zu unterstützen und zu fördern. 

Eine an Würde orientierte Therapie braucht modellhafte Praxisprojekte, in denen mit Schmerzpatient/innen, hyperaktiven Kindern, an Demenz Erkrankten und anderen neue Wege würdigender Begleitung und Therapie erprobt werden.

Eine an Würde orientierte Therapie braucht Verbreitung in Kongressen, Publikationen, Aus- und Weiterbildungen.